Umfrage! Brandschutzmängel und Planungsfehler als deutliche Kostentreiber

Im Bauprozess treten Mängel zwangsläufig und wiederholt auf. Dies ist eine der Hauptursachen für Überschreitungen des Budgets und des Bauzeitplanes. Um den Bedürfnissen seiner Kunden auch zukünftig gerecht zu bleiben, war es PlanRadar daher ein großes Anliegen in Form einer Umfrage die aktuellen Problematiken schwerwiegender Mängel zu ermitteln.


Umfrage! Brandschutz- und Planungsmängel als deutliche Kostentreiber

Die Umfrage wurde Anfang 2019 unter 160 Nutzern durchgeführt und sollte einen tieferen Einblick in den Fehlerinformationsfluss von Bauprozessen gewähren, um in weiterer Folge untersuchen zu können, inwiefern ein proaktives Mängelmanagement betrieben werden kann.  An ihr nahmen zahlreiche Bauträger, Projektentwickler, Projektsteuerer, Property bzw. Facility Manager sowie die örtliche Bauaufsicht teil. Die Referenzobjekte bezogen sich mehrheitlich auf Immobilienprojekte mit Mischnutzung, Wohn-, Büro- und Gewerbeobjekte sowie Hotels und öffentliche Gebäude wie Schulen und Krankenhäuser. Das Ergebnis?

Säulendiagramm der häufigsten Fehler im Bau
 Quelle: PlanRadar

Die häufigsten Fehler am Bau betreffen die Gewerke Elektrotechnik, Haustechnik sowie Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen. Auch beim Brandschutz und den Trockenbauarbeiten werden überdurchschnittlich viele Fehler gemacht, die behoben werden müssen. Die nächste Grafik war es jedoch, die zum Nachdenken anregen sollte.

 Quelle: PlanRadar

Bei den schwerwiegenden Mängeln wird die Liste von Brandschutzmängeln und Planungsfehlern angeführt. Für Baufachleute, insbesondere für Brandschutzbeauftragte, nicht wirklich überraschend. Trotzdem ist es besorgniserregend, dass der Brandschutz derart deutlich vorne liegt. Schließlich sind die Brandschutzrichtlinien nicht derartig umfangreich, um diese schlechte Platzierung zu rechtfertigen. Das wirft natürlich das leidige Thema auf, inwiefern bekannte Brandschutzmängel in der Praxis nach wie vor verschwiegen werden. Wir raten Ihnen daher in dieser Thematik mit Bedacht vorzugehen und legen Ihnen nahe sicherheitshalber zu prüfen, wenn Ihnen eine brandschutzmäßige Situation oder ein Brandschutzkonzept unklar sein sollte. Grundsätzlich wird zwar nur aktives Handeln haftbar, doch auch Passivität wird in Sonderfällen vom Recht sanktioniert.

Auch Folgemängel aus unzureichender Planung oder Pfusch am Bau sollten nicht außer Acht gelassen werden. Domagoj Dolinsek, Geschäftsführer und Mitgründer von PlanRadar meint dazu:

„Die gute Auftragslage bei Planern und ausführenden Unternehmen führt immer häufiger zu unkonzentrierten und übereilten Arbeiten“

„Die Häufigkeit auftretender Mängel sagt allerdings noch nichts über deren Bedeutung aus. Insbesondere Gewerke, die bei falscher Ausführung im Zweifel Gefahren für Leib und Leben auslösen, wie zum Beispiel Elektrik oder Brandschutz, müssen auch unter Zeit- und Kostendruck professionelle und qualitativ einwandfreie Ergebnisse abliefern.“

 

Säulendiagramm zu Mehrkosten bezogen auf Baumängel

Was die Unternehmen am meisten schmerzt, sind die daraus entstehenden Mehrkosten, die durch das Auftreten und Beheben von Baumängeln verursacht werden. Das zeigt sich auch in der oberen Grafik wieder, in welcher deutlich zu erkennen ist, dass sich die Aufwände für jeden fünften Projektbeteiligten auf mindestens zwei Prozent der Bausumme belaufen. Ebenfalls jeder fünfte beziffert sie auf ein bis zwei Prozent der Bausumme. Vorbeugende Maßnahmen in Sachen Brandschutz sollten daher in der Planung nicht vernachlässigt werden. Unterschätzen Sie auch nicht die Miteinbeziehung der Feuerwehr in der Planungsphase.

Doch dank der fortschreitenden Digitalisierung der letzten Jahre sieht die Zukunft vielversprechend aus. Die Hälfte der Befragten schätzt, dass durch digitales Management und Dokumentation von Baumängeln jetzt schon bis zu fünf Arbeitsstunden pro Woche eingespart werden könnten. Rund jeder fünfte sieht bereits eine Zeitersparnis von sechs Stunden und mehr im Rahmen des Möglichen.

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