Während sich Bürobauprojekte aufgrund von COVID-19 voraussichtlich verlangsamen werden, nimmt der Bau von Rechenzentren weltweit zu. Immer mehr Branchen nutzen digitale Technologien, um Prozesse effizienter zu machen. Doch nicht jedes Unternehmen, das digitale Lösungen nutzt, verfügt über die notwendige Infrastruktur. Die Lösung liegt im Einsatz von externen Rechenzentren. Jetzt, da die Mehrheit der Unternehmen während des Lockdowns „online gegangen“ ist, besteht ein entsprechend größerer Bedarf an Lösungen für das Datenmanagement, was wiederum die Nachfrage nach neuen Rechenzentren ankurbelt. In diesen Beitrag erklären wir, was den Rechenzentrumsbau im Vergleich zu anderen Bauvorhaben besonders macht.

Was Sie beim Bau von Rechenzentren wissen müssen

Die aktuelle Marktlage für den Bau von Rechenzentren

Im Jahr 2020 wurde der globale Markt für den Bau von Rechenzentren auf umgerechnet 18 Mrd. Euro geschätzt und soll bis 2027 auf rund 29 Mrd. Euro anwachsen. 2021 erreichten die weltweiten Ausgaben der Endbenutzer für Rechenzentrumsinfrastruktur mehr als 185 Mrd. Euro. Ein Anstieg von 6 % gegenüber 2020.

„Edge Computing“ ist ein Schlüsselbeispiel für die Entwicklung von Informationstechnologie, die von der Nachfrage nach schnelleren Reaktionszeiten angetrieben wird. Der Prozess des Edge-Computing verteilt Datendienste so nah wie möglich an den Benutzer. Das bedeutet, dass Rechenzentren je nach Bedarf in Größe und Standort variieren können. Manche Unternehmen hosten inzwischen Mikrorechenzentrum an ihrem physischen Standort. Für kleine und mittlere Unternehmen oder solche ohne internes Know-how ist es meist besser, Dienste in ein lokales Rechenzentrum auszulagern. Darüber hinaus steigt der regulatorische Druck, Daten im Herkunftsland zu speichern und zu verarbeiten, sodass Cloud-basierte Unternehmen und sogar Technologiegiganten wie Microsoft fortlaufend nach lokalen Rechenzentren suchen.

Schlüsselbereiche beim Bauen von Rechenzentren

Im Grunde ist ein Datacenter eine große Halle, in der viele Server untergebracht sind. Doch der Bau eines Rechenzentrums unterscheidet sich zum Teil wesentlich vom Bau einer gewöhnlichen Mehrzweckhalle. Neben dem Design des Gebäudes sind Zuverlässigkeit und hohe Qualität der Schlüssel zum Schutz der Server im Inneren.

Kühlung

Es gibt wesentliche Unterschiede, die beim Bau eines Rechenzentrums einschließlich des Betriebs berücksichtigt werden müssen. Im Gegensatz zu anderen Gebäuden muss das Design von Rechenzentren ausgeklügelte Kühlsysteme beinhalten. Der Kühlbedarf geht mit einem großen Energiehunger einher. Laut einem Forbes-Bericht nahmen Rechenzentren im Jahr 2017 etwa 3 % des weltweiten Stromverbrauchs in Anspruch. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Rechenzentren ist es entscheidend, dass Auftragnehmer und Eigentümer auf Nachhaltigkeit achten. Darüber hinaus müssen Rechenzentrumsmanager den Energieverbrauch jederzeit genau im Auge behalten. Das macht Ressourcenüberwachungssysteme erforderlich.

Sicherheitssysteme

Ebenso von großer Bedeutung beim Bauen von Rechenzentren sind das Layout und der Standort des Gebäudes, um eine möglichst große physische Sicherheit zu gewährleisten. Dazu gehören zum Beispiel gesicherte Zugangspunkte, eingezäunte Bereiche und Überwachungssysteme. Bei der Auswahl eines Standorts ist es wichtig, die Nachfrage, die Immobilienpreise, die Energiekosten und die Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu berücksichtigen. Der Bau von Rechenzentren sollte darüber hinaus Bereiche mit hohem Risiko vermeiden. Das schließt zum Beispiel Anfälligkeiten für Umweltgefahren und eine instabile lokale Infrastruktur mit ein. Es versteht sich von selbst, dass die Internetverbindung der Region von entscheidender Bedeutung ist.

Weitere wichtige Faktoren beim Rechenzentrumsbau

Darüber hinaus müssen Bauherren noch eine Reihe weiterer Faktoren beim Bau eines Rechenzentrums berücksichtigen. Darunter fällt zum Beispiel, wie das Design des Gebäudes Prozesse rund um Kommunikation, Meldeverfahren und die Durchführung von Gefahrenanalysen unterstützt.

Ebenso muss das Gebäude für den Bedarfsfall einer zukünftigen Erweiterung gewappnet sein. Die erhöhte Nachfrage nach Datenmanagement bedeutet auch eine steigende Nachfrage nach der für die Datenverarbeitung erforderlichen Spezialausrüstung. Dazu gehören Server, Computer, Netzwerkgeräte wie Router oder Switches oder Sicherheitskomponenten wie biometrische Sicherheitssensoren. Facility Manager von Rechenzentren müssen all diese Systeme im Auge behalten, um Ausfälle zu vermeiden. Somit müssen zukünftige Wartungs- und Reparaturbedarfe in diese Überlegungen mit einbezogen werden.

Ein weiterer Faktor ist der Schutz vor Umwelteinflüssen. Faktoren wie die Verkabelung, Belüftung und der Schutz vor Feuchtigkeit sind hier essenziell.
All das setzt wiederum voraus, dass die mit dem Bau des Datencenters beauftragten Unternehmen alle Anforderungen an ein derart komplexes Projekt erfüllen können.

Wie unterstützt Sie PlanRadar beim Rechenzentrumsbau?

Der Bau von Rechenzentren ist ein komplexes Unterfangen, und Baumanagementsoftware wie PlanRadar unterstützt Sie dabei, jedes Detail im Blick zu behalten. Insbesondere ermöglicht PlanRadar Auftragnehmern die einfache Übergabe aller Gebäudedaten an Facility Manager, die dann die Software verwenden können, um geplante Wartungsarbeiten durchzuführen und Probleme zu melden. Die Verwendung eines konsistenten Systems beim Entwerfen, Bauen und Betreiben eines Rechenzentrums bedeutet, dass es einfacher ist, Probleme mit dem Gebäude zu vermeiden und zu lösen.

Um sicherzustellen, dass sie innerhalb der Betriebsparameter und Vorschriften funktionieren, werden Rechenzentren regelmäßig Audits unterzogen. Mittels Bausoftware stellen Sie eine hohe Bauqualität sicher, indem es die Kommunikation, den Austausch von Plänen und Aufgaben verbessert und einen klaren Prüfpfad für alle vor Ort durchgeführten Arbeiten erstellt. Mit PlanRadar können Sie ein einfaches Übergabeprotokoll erstellen, das Ihnen hilft, alle notwendigen Daten digital zu erfassen, Notizen oder Mängel bei der Endkontrolle hinzuzufügen.

Auch Rechenzentren müssen gewissenhaft gewartet werden. Mit PlanRadar übergeben Auftragnehmer alle Gebäudedaten einfach an Facility Manager, die dann PlanRadar verwenden können, um geplante Wartungsarbeiten durchzuführen und Probleme zu melden. Dazu gehören die Koordination von Wartungsprüfungen, die Auflistung von Reparaturen, die Bestandsaufnahme und die Veranlassung von technischen Wartungsarbeiten.

Erfahren Sie mehr darüber, wie PlanRadar Ihnen helfen kann, die Herausforderungen beim Bau von Rechenzentren zu meistern. Sie können eine kostenlose Beratung buchen oder sich für eine kostenlose Testversion anmelden, um die Funktionen selbst auszuprobieren.