Kernsanierung im Altbau: Darauf kommt es an

Die Kernsanierung im Altbau ist nicht nur ein kostenintensives und häufig nervenaufreibendes Unterfangen. Immerhin beschreibt der Begriff eine Maßnahme an der Substanz, die den beinahe größtmöglichen Eingriff in den Bestand meint. Ziel ist es das Gebäude durch Sanierungsmaßnahmen in einen neuwertigen Zustand zu versetzen.

Kernsanierung im Altbau: Oft ein schwieriges Unterfangen

Was bleibt sind die tragenden Bauteile. Ist der Altbau nun denkmalgeschützt, kann es sich als schwierig gestalten die notwendigen Eingriffe vor dem zuständigen Denkmalamt zu argumentieren. Die Instandsetzung von Baudenkmälern muss unbedingt in Kooperation mit dem zuständigen Amt geschehen. Die Überwachung des Prozesses ist hierbei gang und gäbe. PlanRadar hilft Ihnen diesen Prozess beweissicher zu begleiten.

Im Folgenden klären wir Sie darüber auf:

  • Was die Kernsanierung im Altbau von anderen Eingriffen unterscheidet,
  • Wie dies der Alterswertminderung entgegen wirkt,
  • Welche Foci der Denkmalschutz setzt
  • Und wie die Baudokumentationssoftware PlanRadar Sie hierbei unterstützt.

Kernsanierung im Altbau: Zahlen und Fakten

Ziel der Instandsetzung eines Bauwerkes aus Sicht des Eigentümers oder Bauherrn ist es die Restnutzungsdauer desselben zu verlängern. Der Begriff Kernsanierung unterscheidet sich hierbei maßgeblich von denen der Entkernung und des Rückbaus. Zu den Elementen einer Kernsanierung im Altbau können alle nicht tragenden Elemente gehören. Gemeint sind die Dachkonstruktion- und Eindeckung sowie Fassade, Fenster, Türen und die Haustechnik. Ganz im Gegensatz hierzu wird bei einer Entkernung das gesamte Objekt mit Ausnahme der Fassade rekonstruiert. Der Rückbau wird nur dann vorgenommen, wenn die tragenden Strukturen des Gebäudes aus statischen Gründen ersetzt werden müssen.

Die Ursachen für einen derartigen Eingriff in die Gebäudesubstanz sind vielseitig. Eine Umfrage der Statista beleuchtet diese Fragen und interviewt Eigentümer zu den Gründen der Instandsetzung der eigenen Immobilie in den vergangenen drei Jahren.

Balkendiagramm zu den Gründen einer Sanierung

Der Wunsch nach mehr Komfort, die Beseitigung von Schäden am Bau sowie eine Verbesserung der Energiebilanz führen die Umfrage an. Bei der Frage nach dem Warum ist selbsterklärend. Die Restnutzungsdauer (RND) eines Gebäudes bezeichnet die Zeitspanne in der dieses aus rein wirtschaftlichem Gesichtspunkt rentabel nutzbar ist. Die Anforderungen an einen Wohnbau beispielsweise ändern sich mit ihren Nutzern. Mieter sind heute nicht mehr bereit ungedämmte Gebäude mit einer Zimmerhöhe von über vier Metern auf eigene Kosten zu heizen. Einfachverglasungen wiederum schützen weder vor Lärm noch vor Kälte.

Die Gesamtnutzungsdauer (GND) für ein Gebäude wird je nach Art, (einfach bis stark gehoben) und Baujahr, auf 60 – 100 Jahre festgelegt. 40 Jahre nach Fertigstellung eines Bauwerkes, bleiben diesem nach dieser Rechnung also maximal 60 weitere Jahre bis zum Abriss. Modernisierungsmaßnahmen können diese Rechnung jedoch modifizieren. Sie sorgen nicht nur dafür, dass die Substanz geschützt und Mängel ausgebessert werden, sondern machen unter Umständen eine neuerliche Vermietung möglich. Die Gesamtnutzungsdauer wird durch solche Maßnahmen um Jahrzehnte verlängert und das Objekt bleibt kernsaniert auch wirtschaftlich rentabel.

Steht Ihre Immobilie unter Denkmalschutz, so muss jede am Objekt geplante Veränderung argumentiert und genehmigt werden. Entsprechend wichtig ist es für Sie als Denkmalschützer oder Planer mit einer Software zu arbeiten, die die Schritte der Planung und der Umsetzung im Bestand dokumentiert. Die Features von PlanRadar werden Sie hierbei unterstützen. Ein Blick in unsere kostenfreie Testversion bekommen Sie hier. Wenn Sie möchten halten wir Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.

Denkmalschutz Gebäude

Häufig stellen sich verärgerte Eigentümer und Bauherren die Frage, weshalb Denkmalpflege die Möglichkeiten am Bauwerk zu arbeiten derart einschränkt. Dies hat mit Erinnerung zu tun. Ein Baudenkmal ist ein Denkmal das aus baulichen Anlagen besteht, die künstlerischer, wissenschaftlicher, technischer, handwerklicher, geschichtlicher oder städtebaulicher Bedeutung sind. Denkmäler sind demnach Objekte deren Erhalt von öffentlichem Interesse ist. Welche der folgenden Punkte trifft auf Ihre Immobilie zu?

  1. Künstlerische Gründe: Gemeint ist die Relevanz, Seltenheit und künstlerische Qualität.
  2. Geschichtliche Gründe: Können politischen, rechtlichen oder auch religiösen Hintergrund haben.
  3. Wissenschaftliche Gründe: Sind diejenigen, die mit Natur, Kunst oder einem Ensemble in Verbindung gebracht werden.
  4. Technische Gründe: Sie Umfassen die Konstruktion, Herstellungsart, Handwerksarbeiten und die Technik hinter diesen.
  5. Städtebauliche Gründe: Spielen eine Rolle, wenn Ihre Immobilie einen Symbolwert hat und das Ortsbild prägt.

 

Jeder dieser Gründe kann mit der Bewahrung bestimmter Werte in Verbindung mit einem Haus stehen. Häufig obliegt es Fachleuten zu bestimmen, ob es sich hierbei um einen reinen Alterswert, historischen Wert, Erinnerungswert, Streitwert oder auch Kunstwert handelt. Eine unfachmännische Instandsetzung eines unter Denkmalschutz stehenden Bauwerks kann auf diese Weise die Authentizität und den Erinnerungswert des Objektes stark beeinflussen. Handgearbeitete Fenster, Fachwerk, aufwändige Dachkonstruktionen oder auch Malereien und Stuck sind ein Beleg einer Handwerkszunft und bestimmter Stilepochen die verloren gehen können, wenn der Fachmann ausgespart wird.

Es geht um das Bewahren der Geschichte und des technischen Wissens der Vergangenheit in seiner reinsten und unverfälschten Form. Hierbei können Farben eine nicht minder entscheidende Rolle als auch Materialien spielen. Ein in Holz gerahmtes zweiflügliges Fenster in Einfachverglasung, mit einem grünen Anstrich, kann bisweilen über Jahrzehnte ein Ortsbild geprägt haben. Dieses durch einen doppelverglasten Kunststoffrahmen zu ersetzen, auch wenn dieser weniger Kosten verursacht, wird also nicht in Frage kommen.

PlanRadar & Denkmalschutz Gebäude – Von der Instandhaltung bis zur Sanierung

Baugerüst an einer Altbau Fassade

Allein in Deutschland gibt es über 1 Millionen Denkmäler. Der nun folgende Maßnahmenkatalog soll darüber aufklären, welche Möglichkeiten Ihnen im Umgang mit Immobilien zur Verfügung stehen. Jede Veränderung am Gebäude ist in ihrer Ausführung streng definiert. Diese Grundbegriffe zu kennen und zu verstehen ist unbedingt notwendig, wenn es darum geht, tatsächlich baulich tätig zu werden. Egal um welchen Eingriff es sich letztlich bei Ihrem Projekt handelt. PlanRadar überwacht gemeinsam mit allen Projektbeteiligten alle Maßnahmen am Bau, seien sie noch so klein. Die beweissichere Dokumentation von allen Arbeiten mittels Foto, Text und Verzeichnung im digitalen Bauplan ist hierbei chronologisch und wird in einer Cloud gespeichert. Auch Jahre nach dem Abschluss Ihres Projekts lassen sich Ihre Daten abrufen und sowohl für Sie als auch das Denkmalamt leicht kommunizieren.

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