Es gibt nur wenige Branchen, die mit so vielen Risiken konfrontiert sind wie das Baugewerbe. Ein Risiko ist jedes plausible Ereignis, das Ihre Pläne durchkreuzen könnte. Und die Berücksichtigung aller möglichen Risiken bei Bauprojekten ist in der Tat eine große Herausforderung.

Vergleicht man das Baugewerbe mit anderen Branchen, wird schnell klar, warum das Risikomanagement für Bauunternehmen eine sehr komplexe Angelegenheit ist. Währenddessen sehen sich andere Branchen mit relativ stabilen oder vorhersehbaren Risiken konfrontiert. Die größten Risiken für Hersteller sind zum Beispiel Lieferengpässe oder Probleme mit den Arbeitskräften. In der Landwirtschaft hingegen sind die größten Sorgen das Wetter und Schädlinge.

Risiken bei Bauprojekten managen

Das Bauwesen ist aber von Natur aus viel unberechenbarer. Jedes Projekt ist einzigartig. Am Bau sind viele unabhängige Unternehmen beteiligt. Und Bauprojektmanager müssen sich mit all den Liefer-, Wetter- und Arbeitskräfteproblemen auseinandersetzen, mit denen auch andere Branchen zu kämpfen haben.

Der beste Weg, das Risiko bei Bauprojekten zu minimieren, besteht darin, auf alles vorbereitet zu sein, was schief gehen könnte. Im Folgenden erfahren Sie mehr über das Risikomanagement im Baugewerbe.

Die 7 Hauptrisiken bei Bauprojekten

Eine britische Studie über Risiken bei Bauprojekten haben sieben Schlüsselbereiche ermittelt, in denen es häufig zu Problemen kommt. Die Autoren der Studie befragten 40 Bauunternehmen, um herauszufinden, wie sie die einzelnen Risiken einschätzen.

  1. Risiken bei der Planung
  • Planungsfehler
  • Der Entwurfsprozess dauert länger als erwartet
  • Verspätete Änderungswünsche der Beteiligten
  • Nicht vertragsgemäße Ausführung der Arbeiten

 

  1. Externe Risiken
  • Neu zum Projekt hinzugestoßene Personen und Unternehmen verlangen Änderungen
  • Öffentliche Einwände
  • Änderung von Gesetzen und lokalen Normen
  • Steuerliche Änderungen

 

  1. Umweltrisiken
  • Unvollständige Umweltanalyse
  • Neue oder zusätzliche Maßnahmen zur Vermeidung, Abschwächung oder Minimierung von Umweltauswirkungen erforderlich

 

  1. Organisatorische Risiken
  • Unerfahrene Arbeitskräfte und Personalwechsel
  • Verspätete Lieferungen
  • Mangelnde Sicherheitsmaßnahmen am Bau

 

  1. Risiken im Projektmanagement
  • Nichteinhaltung der vertraglichen Qualitätsanforderungen
  • Fehler in der Terminplanung, Verzögerungen bei den Auftragnehmern
  • Konflikte im Projektteam

 

  1. Risiken in der Dokumentation
  • Abgelaufene Baugenehmigungen
  • Widersprüche in den Bauunterlagen

 

  1. Bauliche Risiken
  • Überschreitung der Baukosten
  • Technologische Veränderungen

 

Die Studie ergab, dass von den zwanzig oben beschriebenen Faktoren Planungsfehler und Verzögerungen im Planungsprozess die am häufigsten genannten Risikofaktoren waren. Die Befragten waren auch der Meinung, dass diese Risikoereignisse am meisten für eine schlechte Bauqualität, Verzögerungen und die damit verbundenen finanziellen Verluste verantwortlich waren.

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Vorteile einer systematischen Risikoanalyse bei Bauprojekten

Jeder Projektleiter weiß, dass Bauarbeiten mit einem hohen Maß an Unsicherheit verbunden sind. Wenn jedoch die Zeit knapp ist, scheint die Durchführung einer umfassenden Risikobewertung nicht immer der beste Einsatz von Ressourcen zu sein. Jedoch heben Untersuchungen die folgenden Vorteile einer Risikoanalyse bei Bauprojekten hervor:

  • Hilft bei der Bewertung und Feststellung der Projektdurchführbarkeit
  • Kann Verluste minimieren
  • Identifizierung von Projektrisiken und Quantifizierung der potenziellen Kosten für jedes Risiko
  • Bestimmt, ob Sie mit einem bestimmten Projekt einen angemessenen Gewinn erzielen werden
  • Hält die Versicherungsprämien auf einem akzeptablen Niveau
  • Schafft mehr Sicherheit rund um Gewährleistungen
  • Schützt die Glaubwürdigkeit und den Ruf Ihres Unternehmens

4 Schritte für ein effizientes Risikomanagement bei Bauprojekten

Untersuchungen über Risiken bei Bauprojekten zeigen, dass Probleme mit dem folgenden vierstufigen Prozess erfolgreich gemanagt werden können:

  1. Risikoidentifizierung: Arbeiten Sie mit den Beteiligten zusammen, um alles zu ermitteln, was bei einem Projekt schief gehen könnte.
  2. Risikobewertung: Bewerten Sie das Risiko auf einer Skala, um zu entscheiden, wie stark es sich im Eintrittsfall auf Ihr Projekt auswirken würde. Setzen Sie Prioritäten bei den größten Risiken.
  3. Risikominderung: Entwickeln Sie Pläne, um die Risiken zu minimieren, damit sie mit geringerer Wahrscheinlichkeit eintreten. Erstellen Sie dann Protokolle, in denen Sie festlegen, was Sie tun werden, wenn das Problem eintritt.
  4. Risikoüberwachung: Bewerten Sie Ihr Projekt regelmäßig und halten Sie Ausschau nach Risiken, die eintreten könnten.

 

Für ein effizientes Risikomanagement bei Bauvorhaben sollten Sie Treffen mit den Beteiligten (Architekt, Eigentümer, Auftragnehmer und Unterauftragnehmer) organisieren, um alle Risiken zu definieren, die speziell für dieses Projekt bestehen.

Bestimmte Risiken treten bei allen Projekten auf (z. B. unvorhersehbares Wetter). Andere wiederum sind sehr spezifisch für jedes Gebäude. So kann der Architekt beispielsweise eine ungewöhnliche Fassade entworfen haben, die noch nie zuvor gebaut worden ist. Sie müssen daher alle Dinge analysieren, die schief gehen könnten, und wie man ihnen begegnen kann.

Technologie unterstützt das Risikomanagement bei Bauprojekten

Bau-Apps wie PlanRadar unterstützen Ihr Risikomanagement bei Bauprojekten. Zwar können die Zwar sagen Tools etwaige Risiken nicht vorher. Aber sie ermöglichen es Ihnen, sie im Laufe Ihres Projekts zu überwachen und Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen. Der vielleicht größte Vorteil von Bausoftware für das Risikomanagement besteht darin, dass sie Ihnen mehr Daten und eine schnellere Kommunikation mit allen Beteiligten bietet.

PlanRadar unterstützt den oben beschriebenen 4-stufigen Prozess für das Risikomanagement von Bauprojekten:

  1. Risikoidentifikation: Personen auf der Baustelle nutzen die App, um den Projektfortschritt zu überprüfen, Probleme zu melden und den Projektleiter zu alarmieren (einschließlich der Weitergabe von Fotos und anderer Daten). So bleibt kein Risiko unerkannt.
  2. Risikobewertung: Mit PlanRadar verfolgen Sie alle Änderungen, Mängel und den Fortschritt der Abhilfemaßnahmen. Sie erhalten auch einen vollständigen Bericht über den Projektfortschritt auf Knopfdruck.
  3. Risikominderung: Effiziente Kommunikation ist besonders wichtig, um auf Risiken zu reagieren und zu verhindern, dass sie sich zu einem „Schneeball“ entwickeln. Fehleraufträge werden in Echtzeit an die verantwortlichen Parteien weitergeleitet, zusammen mit einer Erledigungsfrist und Informationen zur Priorität. Die gesamte Kommunikation zwischen den Beteiligten wird ebenfalls zentralisiert und sicher auf der PlanRadar-Plattform gespeichert.
  4. Risikoüberwachung: Mit PlanRadar dokumentieren Sie Mängel, verfolgen Sie den Projektfortschritt, und reagieren frühzeitig auf Probleme, bevor die Dinge außer Kontrolle geraten.

 

Wenn Sie wissen möchten, wie PlanRadar das Risiko in den von Ihnen verwalteten Bauprojekten reduziert, kontaktieren Sie uns noch heute für eine Demonstration oder registrieren Sie Ihre kostenlose Testversion.