IoT am Bau: Was sind die Vor- und Nachteile?

Ein Arbeiter auf Ihrer Baustelle macht Überstunden, um für einen ausgefallenen Kollegen einzuspringen. Er ist gestresst und müde – seine Herzfrequenz steigt und seine Wachsamkeit lässt nach. Die Gefahr eines Unfalls steigt. Glücklicherweise hat Ihr Unternehmen in Internet of Things (IoT) am Bau investiert. Ein Gerät, dass der Arbeiter trägt, sendet eine automatische Warnung an den Bauleiter, der schnell seinen genauen Standort bestimmen und eingreifen kann.

Das ist nur einer der vielen potenziellen Anwendungsfälle des Internet of Things (IoT) im Bauwesen – eine der vielversprechendsten Innovationen in der Bautechnologie des letzten Jahrzehnts. Das belegen auch aktuelle Zahlen: Weltweit werden jährlich rund 8 Mrd. US Dollar in IoT im Baugewerbe investiert. In diesem Beitrag erfahren Sie, was IoT im Bauwesen ist, wie es genutzt wird und welche Potenziale es hat.

Internet of Things im Bauwesen: Die Vor- und Nachteile

Was ist IoT am Bau?

IoT im Bauwesen umfasst die Verwendung von mit dem Internet verbundenen Sensoren, die auf Baustellen platziert oder von Arbeitern getragen werden. IoT-Geräte für den Bau erfassen Daten über Aktivitäten, Leistungen und Bedingungen auf der Baustelle und senden sie an eine zentrale Plattform , wo sie ausgewertet werden und die Basis für Entscheidungen bilden.

Traditionell waren die meisten mit dem Internet verbundenen Geräte Computer und Mobiltelefone. Eine Vielzahl von Sensoren kann jetzt einfach und kostengünstig mit einem Chip (wie einer SIM-Karte) aufgerüstet werden, daher der Begriff „Internet der Dinge“. Von Armbändern zur Überwachung der Herzfrequenz über Temperatursensoren bis hin zu Vibrationsmonitoren ist es jetzt möglich, diese Geräte mit einer zentralen Datenbank zu verbinden, sodass viele weitere Aspekte Ihrer Standorte in Echtzeit überwacht werden können. Dies hat enorme Auswirkungen auf Sicherheit, Produktivität und Kostenreduzierung.

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Was sind mögliche Anwendungsbereiche für IoT-Lösungen im Bauwesen?

Das Internet of Things wird weltweit für verschiedene Zwecke im Bauwesen eingesetzt. Wir stellen einige der Möglichkeiten vor:

IoT für mehr Baustellensicherheit

Wie im Beispiel am Anfang dieses Artikels beschrieben, haben tragbare IoT-Geräte ein echtes Potenzial zur Verbesserung der Sicherheit auf Baustellen. Wenn alle Mitarbeiter auf einer Baustelle ein Armband oder ein Aufsteckgerät tragen, können Daten über ihre Bewegungen und Aktivitäten verwendet werden, um riskantes Verhalten und andere Risiken frühzeitig zu erkennen.

Nehmen wir das Beispiel einer Münchner Baufirma, die Arbeiter mit aufsteckbaren IoT-Geräten ausstattete. Das Gerät sendet eine automatische Warnung, wenn es eine plötzliche Höhenveränderung von einem Meter oder mehr registriert. Die Idee dahinter ist, den verantwortlichen Bauleiter sofort über Stürze zu informieren. Der Bauleiter bekam über das System angezeigt, dass ein Arbeiter wiederholt zu fallen schien und stellte Nachforschungen an. Wie sich herausstellte, sprang der Arbeiter in eine Grube, anstatt die mitgelieferte Leiter zu benutzen. Er wurde auf die Gefahren seines Verhaltens hingewiesen!

Bessere Arbeitssicherheit dank IoT am Bau

Verbessertes Ressourcenmanagement dank Internet of Things am Bau

Wie viele Stunden werden auf Baustellen verschwendet, um nach Materialien suchen? Wie viele Liter Kraftstoff werden von Leerlaufmotoren verbrannt? Wie viel Zeit verbringen Arbeiter unterbeschäftigt, wenn sie stattdessen zur Unterstützung bei anderen Aufgaben herangezogen werden könnten?

Die Verwendung von IoT-Geräten verbessert das Ressourcenmanagement auf Baustellen erheblich. Wenn alle Maschinen, Mitarbeiter und Materialien mit einem Chip mit dem Internet verbunden sind, lassen Sie sich sofort geolokalisieren. Als Beispiel dienen die LKW-Monitore der IoT-Firma Trimble – Damit identifizieren Anwender den Standort und die Aktivität einer Vielzahl von Fahrzeugen und anderen Ressourcen innerhalb von Sekunden.

Effizientere Berichterstattung und Wartung durch IoT im Bauwesen

Mittels Sensoren auf der Baustelle erfassen Internet of Things-Lösungen kontinuierlich Informationen über die Bedingungen vor Ort. Sensoren können ungewöhnliche Vibrationen an einer Maschine feststellen, die darauf hindeuten, dass sie repariert werden muss. Sie können in Bauteilen Anstiege der Feuchtigkeit erkennen, die Ihre Inspektionsteams über Feuchtigkeitsprobleme informieren. Andere Lösungen helfen wiederum dabei, Brände zu vermeiden.

Für PlanRadar ist dies ein Bereich, den wir mit großer Aufmerksamkeit verfolgen. Unsere App wird als IoT-Lösung für den Bau eingesetzt, indem sie Teams in Echtzeit Informationen über Bauprojekte vermittelt. Durch den verstärkten Einsatz von IoT-Sensoren am Bau versprechen wir uns eine höhere Datenqualität, die die Durchführung von Bauvorhaben noch effizienter macht.

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Hürden für das Internet der Dinge im Bau

Trotz aller Vorteile und obwohl IoT-Geräte bereits auf vielen Baustellen rund um den Globus eingesetzt werden, gibt es noch mehrere Hindernisse, die einer breiteren Akzeptanz im Wege stehen.

Sicherheit und Datenschutz schieben IoT am Bau einen Riegel vor

In erster Linie stellen Sicherheits- und Datenschutzprobleme im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge auf der Baustelle eine Herausforderung dar. Wenn böswillige Akteure einen Weg finden, sich in die IoT-Datenbank eines Unternehmens zu hacken, können sie auf eine wahre Goldmine an sensiblen Informationen zugreifen. Ein Beispiel sind Informationen darüber, wo sich Maschinen befinden oder wo teure Materialien gelagert werden. Ebenfalls problematisch sind Daten, anhand derer sich die Bewegungen von Arbeitnehmern nachvollziehen lassen.

IoT-Lösungen als Kostenfaktor

Die meisten IoT-Geräte sind billig. Trotzdem müssen die Projektverantwortlichen davon überzeugt sein, dass sie die Investition wert sind. Insbesondere bei kleineren Projekten, bei denen eine Überprüfung auch von Menschen schnell durchzuführen ist, lohnt es sich oft nicht, Geld für Sensoren auszugeben. Derzeit macht das Internet of Things im Bauwesen hauptsächlich bei großen Bauvorhaben Sinn.

Einsatzprofile von IoT genau planen

Wie jede andere Technologie spielen auch die besten Sensoren nur dann ihre Vorteile aus, wenn sie richtig eingesetzt werden. So macht es zum Beispiel wenig Sinn, Geld für Feuchtigkeitssensoren auszugeben, wenn das größte Risiko an einem Standort Hitze ist. Sensoren müssen strategisch platziert und ausgewählt werden. Durch einfaches Platzieren von IoT-Sensoren an einem Standort werden Probleme nicht gelöst. Viele Baufirmen müssen erst eine Lernkurve durchlaufen, bevor sie von dieser Technologie profitieren können.

Die Zukunft von IoT am Bau

Das Internet der Dinge ist eine der aufregendsten Innovationen in der Bautechnologie. Die Berater von McKinsey gehen davon aus, dass IoT im Bauwesen bis 2025 ein weltweites Volumen von fast 1 Billion US-Dollar einnehmen wird. Die Bedeutung dieser Technologie wächst somit. Mit einer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten und schwerwiegenden Vorteilen sollten sich Bauunternehmen mit IoT definitiv eingehender befassen.

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