Blogartikel

Logistikimmobilien: Bedeutung, Potenzial und Trends 2023

20.02.2023 | 8 min Lesedauer

Die Zukunft des Property und Facility Managements

Wie digitale Lösungen die Arbeit 2023 und darüber hinaus verändern werden

eBook

Der Ansturm auf Logistikimmobilien hält auch im Jahr 2023 an: Dafür sorgen das rasante Wachstum des Onlinehandels, die sich verändernden Kundenanforderungen und die Fortschritte in der Automatisierungstechnik. Das Thema Logistik wird über die nächsten Jahre zunehmend die Immobilienlandschaft, den innerstädtischen Verkehr und das Stadtbild prägen. Immobilieninvestoren gehen heute schon in die Offensive. Wir zeigen auf, welche Trends bei Logistikimmobilien sich für die kommenden Jahre abzeichnen.

Inhalt

 

Immer häufiger gefragt dank steigendem Bedarf: Logistikimmobilien

Definition: Was sind Logistikimmobilien?

Logistikimmobilien sind Gebäude, die zur Lagerung, Kommissionierung und Verteilung von Waren genutzt werden. Sie dienen in der Regel als Standorte für Einzelhändler, Logistikunternehmen und Produkthersteller.

Oft sind Logistikimmobilien mit professionellen Einrichtungen und Technologien ausgestattet. Dazu gehören beispielsweise Regale, Förderbänder, automatisierte Lager- und Transportsysteme, Kühl- und Gefriersysteme oder Wartungs- und Reparaturwerkstätten.

Welche Arten von Logistikimmobilien gibt es in Deutschland?

Lagerhallen

Die Anzahl der Logistikimmobilien ist in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen. Eine der Arten, die man hierzulande am häufigsten antrifft, sind Lagerhallen. Sie können hunderte bis tausende Quadratmeter groß sein und Waren im Wert von mehreren Millionen Euro beherbergen.

Vertriebszentren

Eine andere Art von Logistikimmobilien sind Vertriebszentren. Vertriebszentren werden in erster Linie von Einzel- und Versandhändlern genutzt. Im Gegensatz zu Lagerhallen liegt der Fokus bei Vertriebszentren auf kürzeren Lagerzeiten und auf einem schnellen und effizienten Versand.

Umschlaglager

Als letzte der drei in Deutschland besonders bedeutenden Logistikimmobilien ist das Umschlaglager zu nennen. Umschlaglager sind strategisch sinnvoll gelegene Knotenpunkte, die oft von Logistikunternehmen und Spediteuren genutzt werden.

Logistik Trends 2023: Smarte und nachhaltige Logistikimmobilien

Die Logistik- bzw. die Speditionsbranche hat sich in den letzten Jahren stark verändert – und mit ihr die Logistikimmobilien. Diese Art von Immobilien muss den Bedürfnissen unserer Zeit entsprechen und wird sich auch in Zukunft weiter wandeln. Welche Logistik Trends herrschen also 2023 rund um Logistikimmobilien in Deutschland vor?

Von immer größerer Bedeutung für die Logistik werden smarte Technologien sein. Dabei sind nicht nur die Lieferketten, Fahrzeuge und Prozesse, sondern auch Logistikimmobilien betroffen. Hier sticht besonders der Begriff der Smart Logistics Factory hervor. Ganz im Zeichen der Industrie 4.0 verlaufen Produktion, Planung und Logistik in der Smart Logistics Factory automatisiert. Zum Einsatz kommen beispielsweise AMR Roboter, Künstliche Intelligenz und smarte Gebäudetechnik.

Ebenfalls immer bedeutender für die Branche wird der ökologische Aspekt. Eigentümer und Betreiber von entsprechenden Immobilien sind 2023 darum bemüht, den ökologischen Fußabdruck der gesamten Infrastruktur zu verringern. Dazu setzen sie beispielsweise auf ressourcenschonende Anlagen, Solarpanels und auf den Einbau von nachhaltigen Materialien.

Sind Logistikimmobilien 2023 ein sinnvolles Investment?

Wer in den letzten Jahren klug in Logistikimmobilien investierte, konnte jährliche Renditen im zweistelligen Bereich erzielen. Doch sind Logistikimmobilien auch 2023 noch ein sinnvolles Investment?

2022 setzte die deutsche Logistikbranche rund 319 Milliarden Euro um. Tendenziell steigen die Umsätze Jahr für Jahr und eine Anlage in eine Logistikimmobilie kann nach wie vor äußerst rentabel sein. Ob sich das Investment schlussendlich lohnt, ist von zahlreichen Faktoren wie dem Standort, der Nachfrage und der wirtschaftlichen Lage abhängig.

Allerdings spricht 2023 einiges dafür, dass Logistikimmobilien auch in Zukunft ein vielversprechendes Investment sein werden. Vor allem die fortschreitende Globalisierung und der zunehmende Online-Handel führen zu einem stetig wachsenden Bedarf an Logistikdienstleistungen und damit auch an entsprechenden Immobilien.

LESETIPP: Multifunktionsgebäude: Perspektive, Trends & Herausforderungen

Die Zukunft des Property und Facility Managements

Wie digitale Lösungen die Arbeit 2023 und darüber hinaus verändern werden

Urbane Lagerhallen und das Stadtbild

Industrielle Backsteinfassade im alten Hamburger Hafen

Kaum ein Immobiliensegment wächst derzeit so rasant wie Logistikimmobilien. Die Nachfrage von Online-Händlern wie Amazon nach Industrieflächen lockt einige der weltweit größten Investoren an. Jedes Jahr entstehen in Deutschland rund vier Millionen Quadratmeter neue Lagerflächen. In London zählen „Urban Warehouses“ bereits zu den begehrtesten Objekten.

Gewerbebetriebe wurden in den letzten Jahrzehnten aus den Innenstädten verdrängt. Heute gibt es innerstädtisch so gut wie keine Lagerhallen mehr. Der jetzige Rückwärtstrend, die einst verlorenen Flächen wieder in das Stadtgebiet zu integrieren, um den eingangs erwähnten Verkehrskollaps abzuwenden, missfiel anfangs besonders Anwohnern und Grundstücksbesitzern in urbanen Gegenden, wie Umfragen zeigen. Sie befürchteten den Anblick unansehnlicher Lagerhäuser auf Dauer ertragen zu müssen.

Glücklicherweise konnten mit der steigenden Urbanisierung auch diese Logistikimmobilien immer moderner, ansehnlicher und anpassungsfähiger gestaltet werden. Die Stimmigkeit zum restlichen Stadtbild wird zugunsten der Nachbarn vermehrt berücksichtigt. Was jedoch bleibt, ist das Imageprobleme der Branche: Obwohl jeder die Vorteile der Logistik nutzen will, möchte keiner das Gewerk in unmittelbarer Nähe haben. Nervend laute LKWs zu den unpassendsten Zeiten werden zum täglichen Ärgernis und Lärm- wie Abgaspegel steigen.

Wie sieht die Situation der Logistikimmobilien im Bereich E-Commerce im Jahr 2023 aus?

Einer der stärksten Treiber der Logistikbranche ist seit einigen Jahren der E-Commerce. Da sich der Einzelhandel von der Straße immer mehr ins Internet verlagert, wird der Transport von Alltagsprodukten auch in Deutschland immer bedeutender.

Mittlerweile ist der E-Commerce Umsatz in Deutschland fast doppelt so hoch wie der Umsatz des Einzelhandels. Mit Stand 2023 ist noch kein Ende dieser Entwicklung absehbar. Als Folge dessen nimmt der Einfluss des E-Commerce auf die Logistik zu.

Der Onlinehandel stellt neue Anforderungen an die Logistik. Besonders was die Flexibilität und die Geschwindigkeit der Sendungen angeht, werden neue Maßstäbe gesetzt. Für Logistikimmobilien bedeutet das nicht nur, dass bessere Systeme, sondern vor allem auch bessere Standorte nötig sind. Je näher eine Logistikimmobilie beim Konsumenten liegt, desto kürzere Lieferzeiten können schließlich gewährleistet werden. Trends, welche der E-Commerce dadurch indirekt auslöst, sind Logistikimmobilien im urbanen Raum und Umnutzungen.

LESETIPP: Umnutzung von Gebäuden in Deutschland: Aus Alt mach Anders

Steigender Online-Handel verteuert Logistikimmobilien

Eingeschränkte Flächenverfügbarkeit, hohe Grundstückspreise und der Trend zu effizienteren Standorten führten in der Logistikbranche zu Überlegungen, Lagerflächen in die Höhe zu bauen. Hochhäuser zeigen ja bereits erfolgreich vor, wie relativ wenig Fläche maximiert werden kann. Höher zu bauen gleicht den Nachteil aus, dass urbane Grundstücke teuer und schwer zu finden sind.

Den europäischen Lager- und Logistikmarkt werden in Zukunft voraussichtlich zwei Konstruktionsweisen prägen: Hochregallager und mehrstöckige Logistikzentren.

Hochregallager sind 18 bis 30 Metern höher als herkömmliche Logistikimmobilien. Genau wie mehrgeschossige Bauten vervielfachen Sie die nutzbare Fläche pro Grundstück.

Wie stadttaugliche Lagerhäuser aussehen können, zeigen eingesessene Logistikentwickler vor:

Während Segro einen Zweistöcker in München errichtet, sichert sich Four Parx Top-Zentrallagen in Berlin, Frankfurt und München, um je ein sechsgeschossiges Lager hochzuziehen – Urban Multilevel genannt.“ -Tagesspiegel.de

Äußerlich unterscheiden sie sich kaum von gewöhnlichen Bürogebäuden. Im Inneren jedoch befinden sich tausende von Quadratmetern an Lagerfläche. Das unterste dient dabei generell dem Be- und Entladen. Den Zugang zu den Stockwerken sichern Lastenaufzüge, welche dazu fähig sind, mehrere Paletten gleichzeitig zu transportieren.

Was gibt es beim Bau einer Logistikimmobilie zu beachten?

Der Bedarf an modernen Logistikimmobilien steigt. Für Projektentwickler und Immobilienunternehmen ist der Bau solcher Anlagen dementsprechend attraktiv. Wer im Jahr 2023 Logistikimmobilien in Deutschland errichten will, muss allerdings einiges beachten.

Standort

Die Wahl des Standortes, einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg Ihrer Logistikimmobilie. Besonders ein guter Anschluss an das Verkehrsnetz, die Nähe zu den Konsumenten und die Standortkosten sind hier zu beachten.

Nachhaltigkeit

Ein Nachhaltigkeitskonzept, welches die Kriterien Energie, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und Brachflächenentwicklung berücksichtigt, ist 2023 beim Bau von Logistikimmobilien unverzichtbar.

Konstruktion

Die Konstruktion einer Logistikimmobilie muss auf die geplante Nutzung abgestimmt sein. Hierbei spielen die Größe der Halle, die Höhe der Decken, die Belastbarkeit des Bodens sowie die Anzahl und Größe von Toren und Laderampen eine wichtige Rolle.

Genehmigungen

Beim Bau einer Logistikimmobilie in Deutschland sind verschiedene Genehmigungen erforderlich, wie z.B. Baugenehmigungen, Umweltgenehmigungen oder Genehmigungen für den Betrieb von Laderampen und Lastenaufzügen. Projektentwicklende müssen sich frühzeitig über die nötigen Genehmigungen informieren. Nur wenn Sie Ihre Logistikimmobilie im Einklang der Vorgaben planen und bauen, können Sie Verzögerungen im Bauprozess vermeiden.

Kosten

Der Bau großer Bauprojekte entpuppt sich im Nachhinein oftmals als teurer als ursprünglich geplant. Bei Logistikimmobilien ist das nicht anders. Unvorhergesehene Situationen, Baumängel, unsaubere Dokumentation und Unterbrüche führen oftmals zu massiv höheren Baukosten. Hier gilt es von Anfang an, strategisch zu planen und eine engmaschige Kostenkontrolle zu verfolgen um böse Überraschungen zu vermeiden.

Wie hilft PlanRadar dabei, diese Herausforderungen zu meistern?

PlanRadar ist eine Softwarelösung, die Bau- und Immobilienfachleuten unter anderem mit Bautagebüchern, Mängelmanagement, Sicherheitsaudits und transparenten Kommunikationskanälen unter die Arme greift. Die Software bietet eine zentrale Plattform für alle Beteiligten im Bauprozess über alle Bauphasen hinweg. Damit ermöglicht PlanRadar eine effiziente Zusammenarbeit und Überwachung des Bauprojekts.

Beim Bau von Logistikimmobilien hilft PlanRadar der Bauleitung dabei, den Überblick zu behalten und Mängel frühzeitig zu erkennen. Die Wahrscheinlichkeit von Verzögerungen und hohen Nebenkosten verringert sich, während die Produktivität auf der Baustelle steigt. So können Bauunternehmen, Eigentümer:innen und die Projektleitung die Logistikimmobilie auf eine erfolgreiche Nutzungsphase in der Logistikbranche der Zukunft vorbereiten.

LESETIPP: 15 hilfreiche Funktionen, von denen Sie nicht wussten, dass sie mit PlanRadar möglich sind

Fazit

Die unterschiedlichen Logistikprobleme von Großstädten macht sie untereinander einzigartig. Einige kreative Lösungen bewährten sich bereits, eine Lösung von der Stange gibt es jedoch noch nicht. Der Raum für neue frische Ideen und Lösungen bleibt daher groß und verspricht 2023 und darüber hinaus spannende Zukunftsaussichten.

Logistikimmobilien mit PlanRadar planen, bauen und verwalten

Logistikimmobilien sind im Trend. Die Bausoftware PlanRadar unterstützt Sie dabei, Ihre Logistikimmobilie zu planen, zu bauen oder zu managen. PlanRadar begleitet Sie über alle Bauphasen hinweg und steigert messbar den Erfolg Ihrer Logistikimmobilie.

Überzeugen Sie sich selbst und testen Sie PlanRadar 30 Tage lang kostenlos oder buchen Sie eine kostenlose Produktpräsentation.

Starten Sie in 4 einfachen Schritten.

1. Benutzerkonto erstellen

2. Pläne hochladen

3. Benutzer einladen

4. Mobile App herunterladen