In Immobilien investieren: Auf diese Dinge sollten Investoren besonders achten

Immobilien gehören traditionell zu den beliebtesten und vielversprechendsten Anlagemethoden überhaupt. Mit einem Gesamtvolumen von unglaublichen rund 3,7 Trillionen Euro ist der weltweite Immobilienmarkt der drittgrößte Wirtschaftssektor unseres Planeten. Die Beliebtheit von Immobilien als Investitions-Objekte hat verschiedene Gründe, auf welche wir in diesem Artikel eingehen werden.

Auch wenn Anlagen in Immobilien äußerst erfolgreich sein können, gibt es dennoch einige Punkte, die Sie beachten sollten, wenn Sie im Jahr 2023 Geld in Immobilien investieren möchten. Was es genau zu beachten gibt und mit welchen Tipps Ihre Anlage rentabler wird, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhalt

  • Welche Vorteile bringen Immobilienanlagen?
  • Wann ist eine Anlage in Immobilien sinnvoll?
  • Was müssen Immobilieninvestor:innen berücksichtigen, um erfolgreich anzulegen?
  • Wie wirkt sich die aktuelle Situation auf Anleger:innen aus?
  • In Immobilien investieren: 3 gesellschaftliche Verhaltensweisen auf die Sie achten sollten!
  • Diese 4 zukunftsprägenden Technologien sollten Sie kennen, wenn Sie in Immobilien investieren wollen
  • Was ist PlanRadar?

Welche Vorteile bringen Immobilienanlagen?

Die Beliebtheit von Immobilien ist nicht unbegründet. Es sind die zahlreichen Vorteile dieser Anlageart, weshalb sich Immobilien nach wie vor einer so enormen Beliebtheit erfreuen. Folgend stellen wir Ihnen die wichtigsten Gründe vor, weshalb private und institutionelle Investor:innen sich dazu entscheiden, ihr Geld in Immobilien anzulegen.

Langfristiger Vermögensaufbau

Wie Edelmetalle, Schmuck oder Kunstgegenstände sind Immobilien eine Vermögensanlage. Liegenschaften gelten als sichere und langfristige Methode, sein Kapital zu bewahren bzw. es für sich arbeiten zu lassen. Tendenziell steigen die Immobilienpreise auf langfristige Sicht. Zusammen mit den regelmäßigen Mieteinnahmen können Anleger:innen mit Immobilien Vermögenswachstum betreiben und sich ein passives Einkommen aufbauen. Die Einkünfte unterscheiden sich zwar je nach Immobilie, Standort etc. stark voneinander. Jedoch ist das Renditepotenzial vieler Liegenschaften aber dennoch um einiges höher, als es bei zahlreichen anderen Anlagemethoden der Fall ist.

Regelmäßige Einkünfte durch Mieteinnahmen

Mieteinnahmen gehören zu den regelmäßigsten, sichersten und langfristigsten Formen von passivem Einkommen. Eigentümer:innen von Liegenschaften kommen mit den Mietzinsen in den Genuss einer verlässlichen und planbaren Rendite. Neben allfälligen Preissteigerungen der Liegenschaft sind Mieteinnahmen die zweite Art, wie Sie als Anleger:in finanziell von Ihrer Immobilie profitieren.

Wertbeständigkeit und Inflationsschutz

Die Immobilienpreise befinden sich stetig in Bewegung. Doch das ist auch mit dem Wert von Währungen der Fall. Auf langfristige Sicht entwickeln sich Immobilien oftmals besser als der Wert von Währungen wie dem Euro oder dem US-Dollar. Damit gelten Anlagen in Liegenschaften als effektiver Inflationsschutz und als eine der besten Möglichkeiten, sein Vermögen auch über Jahrzehnte hinweg zu sichern.

Diversifikation

Viele Investor:innen legen ihr Geld in verschiedene Anlagemethoden an. Wer langfristig Erfolg haben will, sollte nicht alles auf eine Karte setzen. Immobilien bieten hierbei eine hervorragende Möglichkeit, ein aus Aktien, ETFs, Obligationen oder Rohstoffen bestehendes Portfolio zu diversifizieren. Der Immobilienmarkt agiert in Deutschland, Österreich und der Schweiz oft als der Felsen im Sturm und wird von Krisen teilweise weniger stark tangiert als andere Märkte.

Eigennutzung

Ein Vorteil, der Immobilien einzigartig macht, ist die Möglichkeit der Eigennutzung. Mieter:innen dürfen nicht grundlos auf die Straße gestellt werden und das ist gut so. Wenn Sie als Eigentümer:in allerdings auf ein Zuhause angewiesen sind, haben Sie grundsätzlich das Recht darauf, Ihre Immobilie zu bewohnen. Damit reduzieren Sie Ihre Wohnkosten und sichern sich für den Ernstfall ab.

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Wann ist eine Anlage in Immobilien sinnvoll?

Ob eine Anlage in eine Immobilie sinnvoll ist, ist immer eine subjektive Entscheidung, die von verschiedenen Faktoren abhängt. Schlussendlich geht es aber darum, welche Ziele Sie als Anleger:in verfolgen und wie Sie diese Ziele erreichen möchten. Je nachdem, wie sich Ihre Ausgangssituation gestaltet, eignen sich bestimmte Anlagemethoden mehr als andere.

Um eine Anlage einzuschätzen, verwenden Investor:innen oftmals das sogenannte Anlagedreieck. Das Anlagedreieck besteht aus den drei Eckpunkten Rentabilität, Liquidität und Sicherheit. Eine Anlagemethode, welche in allen Punkten das Maximum erreicht, wäre das Optimum. Allerdings existiert eine solche Anlagemethode in der Realität nicht: Eine Zunahme in einem Bereich des Anlagedreiecks kommt immer auf die Kosten in mindestens einem der beiden anderen Bereiche.

Ein Bankkonto beispielsweise ist besonders sicher und liquide, allerdings nicht rentabel. Aktien hingegen sind rentabel und liquide, allerdings weniger sicher als ein Bankkonto.

Sicherheit

Die Sicherheit ist der erste der drei Punkte im Anlagedreieck. Dieser Punkt beschreibt, wie riskant eine Anlagemethode ist.

Immobilien sind relativ sicher. Allerdings erreichen sie nicht das Maximum, da es auch bei Immobilien eine reale Möglichkeit gibt, hohe Verluste zu erzielen.

Liquidität

Mit der Liquidität wird angegeben, wie schnell eine Anlagemethode zu Geld gemacht werden kann. Besonders hoch ist die Liquidität von Sparkapital auf Bankkonten, Edelmetallen oder Aktien.

Immobilien hingegen befinden sich hier etwa in der Mitte. Sie können nicht von einem auf den anderen Tag zu Geld gemacht werden. Allerdings dauert es in den meisten Fällen weniger als ein Jahr, um eine Immobilie zu verkaufen, wen man das möchte.

Rendite

Bei der Rendite punkten Immobilien gleich doppelt. Zum einen können Anleger:innen von steigenden Preisen profitieren, zum anderen erhalten sie regelmäßige Mieteinnahmen.

Zwar dauert es relativ lange, bis Immobilien amortisiert sind, danach sind die Renditen aber oftmals höher als bei anderen Anlagen.

Was müssen Immobilieninvestor:innen berücksichtigen, um erfolgreich anzulegen?

Eine Anlage in Immobilien stellt sich oft als lohnenswerte Option dar, um langfristig Vermögen aufzubauen und regelmäßige Einkünfte zu generieren. Allerdings gibt es einige Punkte, die man berücksichtigen sollte, bevor man sich auf den Immobilienmarkt begibt.

Lage

Eine der wichtigsten Entscheidungen bei einer Immobilienanlage ist die Wahl des Standorts. Eine Immobilie in einer guten Lage, wie zum Beispiel in einer wachsenden Stadt oder in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten und öffentlichen Verkehrsmitteln, wird in der Regel eine höhere Rendite bringen als eine Immobilie in einer weniger günstigen Lage.

Art der Immobilie

Die Art der Immobilie, für die man sich entscheidet, beeinflusst die Rendite. Eine Eigentumswohnung eignet sich meist besser für eine Vermietung als ein Einfamilienhaus, da Wohnungen in der Regel kleiner und somit günstiger zu unterhalten sind.

Timing

Der richtige Zeitpunkt für den Einstieg oder Ausstieg aus dem Immobilienmarkt kann entscheidend sein, um von Marktschwankungen zu profitieren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es schwer ist, den perfekten Zeitpunkt vorherzusagen.

Finanzierung

Eine Immobilie kann entweder durch Eigenkapital oder durch ein Hypothekendarlehen finanziert werden. Eigenkapital bietet eine höhere Rendite, birgt jedoch auch das Risiko, das gesamte investierte Kapital zu verlieren. Ein Hypothekendarlehen ist hingegen weniger riskant, allerdings sind hier auch die Renditeaussichten geringer.

Vermietung

Eine vermietete Immobilie wird eine höhere Rendite erwirtschaften als ein leer stehendes Objekt. Anleger:innen müssen sich daher im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie die Immobilie vermietet werden soll und welche Mieter sie ansprechen möchten.

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Wie wirkt sich die Situation 2023 auf Anleger:innen aus?

Mit der Zinswende hat sich einiges verändert. Die hohe Inflation, getrieben von den Energiepreisen, Lieferkettenverzögerungen und der hohen Geldmenge, zwang die EZB dazu, Maßnahmen zu ergreifen. Um die Geldmenge zu reduzieren, hoben die EZB und andere Nationalbanken rund um den Globus ihre Leitzinsen stark an. Die Banken, welche bei der EZB Kredite aufnehmen, müssen höhere Zinsen bezahlen, die sie an die Endkund:innen weitergeben.

Damit verteuern sich auch Baufinanzierungen und Hypotheken, was die Nachfrage und damit die Liegenschaftspreise senkt. Für Hauseigentümer:innen und Anleger:innen kann dies auf den ersten Blick beängstigend wirken. Auch wenn die Preise kurzfristig noch weiter einbrechen könnten, dürften sie über die nächsten Jahre und Jahrzehnte dennoch zunehmen. Es gilt jetzt also, Ruhe zu bewahren, von Panikverkäufen abzusehen und stattdessen einen langfristigen Anlagehorizont zu verfolgen.

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In Immobilien investieren: 3 gesellschaftliche Verhaltensweisen auf die Sie achten sollten!

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1. Unser verändertes Einkaufsverhalten und die Auswirkungen auf Gewerbeimmobilien

Die Branche des Einzelhandels verlagert sich immer mehr ins Internet. Gegenüber 2019 lagen die Passartenzahlen in deutschen Einkaufsstraßen im Herbst 2022 fast 7 Prozent tiefer. Während der Onlinehandel in den ersten beiden Quartalen von 2022 um über 30 Prozent zunahm, sank der Umsatz in einigen Bereichen des Einzelhandels um über 20 Prozent. Es lohnt sich, bei der Gestaltung eines Anlageportfolios zu berücksichtigen, dass Online-Shops immer beliebter werden. Auch etablierte Marken und große Ladenketten schließen zunehmend ihre Filialen. Shopping im Internet hat den Vorteil, dass es bequem und zeitsparend ist und junge Menschen bevorzugen es, online einzukaufen. Um Kund:innen in die physischen Läden zu locken, müssen Einkaufszentren und Geschäfte neue Angebote und Erlebnisse schaffen.

Auch im Jahr 2023, dürfte der Online-Handel gegenüber dem Einzelhandel weiter an Bedeutung gewinnen. Für Investor:innen im Immobilienbereich ist dies eine nicht zu unterschätzende Entwicklung.

2. Entscheidend beim Investieren in Immobilien: Der Urbanisierungstrend und seine Folgen

Der Baby-Boom hat in der Vergangenheit zu einem starken Wachstum in den Vorstädten geführt, da viele Menschen den Wunsch hatten, ein Haus mit Garten zu kaufen. Doch im Jahr 2023 gestalten sich die Prioritäten etwas anders als noch vor einigen Jahrzehnten. Immer mehr Leute, insbesondere junge Erwachsene und ältere Personen, bevorzugen es, in städtische Gebiete zu ziehen, wo sie einfacher zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit gelangen können. Dies führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Objekten in urbanen Gebieten und bietet Investitionsmöglichkeiten in zentrumsnahen Immobilien.

Mit einem Grad der Urbanisierung von knapp 78 Prozent lebt bereits heute ein Großteil der deutschen Bevölkerung im urbanen Raum – Tendenz steigend. Wer erfolgreich in Immobilien investieren möchte, muss demografische Entwicklungen wie die Urbanisierung im Auge behalten.

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3. Neue Arbeitsweisen prägen Büroimmobilien

Die Notwendigkeit mehrerer Einkommensquellen hat viele Menschen dazu veranlasst, sich auf unternehmerische Aktivitäten zu konzentrieren. Die Kaufkosten und Mieten von Büroflächen sind für angehende Unternehmer:innen jedoch oftmals nicht leicht zu stemmen. Angesichts dessen begannen einige Unternehmer:innen damit, gemeinsam genutzte Büroräume zu nutzen. Solche Co-Working-Spaces werden von Unternehmen wie WeWork, jedoch auch von privaten Eigentümer:innen angeboten und helfen Unternehmer:innen und Freelancer:innen dabei, Kosten zu sparen und produktiver zu arbeiten. Dies hat auch Vorteile für Investor:innen und Bauunternehmer:innen, da diese höhere Mieteinnahmen pro Quadratmeter erzielen können, indem sie mehrere Kund:innen auf der gleichen Fläche unterbringen.

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Diese 4 zukunftsprägenden Technologien sollten Sie kennen, wenn Sie in Immobilien investieren wollen

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1. Blockchain-Technologie

Die Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft macht auch vor Finanzierungsmöglichkeiten keinen Halt. Das zeigt das Start-Up Crowdlitoken AG aus dem Fürstentum Liechtenstein, welches via Security Token Offering (STO) digitale Immobilienanleihen vergibt und Immobilien-Investments via Blockchain-Technologie digitalisiert. Im Rahmen, dessen sollen bis zu 88 Millionen Euro eingenommen werden, die in den Aufbau eines eigenen Immobilien-Portfolios fließen sollen und Renditen von bis zu 7 Prozent verspricht.

2. Crowdinvesting

Immobilien sind auch 2023 eine der beliebtesten Formen der Kapitalanlage in Österreich und Deutschland. Sogenannte Crowdinvesting-Plattformen ermöglichen es nun den Immobilienmarkt einer breiteren Masse als je zuvor zugänglich zu machen. Das rührt daher, dass bereits mit relativ geringer Kapitaleinlage (Min. 1.000 Euro) investiert werden kann. Kollaborationen zwischen Bauträgern wie der Haring Group und der Crowdinvesting-Plattform Rendity sind als vielversprechendes Zukunftssignal zu sehen. Das attraktive dabei ist die bei relativ kurzen Laufzeiten (12 – 36 Monate) fixe Rendite von durchschnittlich 7 Prozent. Das ist besonders in Zeiten niedriger Zinserträge bemerkenswert.

3. Big Data und KI

Die Automatisierung von Mieteinnahmen, die Digitalisierung von Mietverträgen, etc… Die Tatsache, dass es immer mehr digitalisierte Kennzahlen und Informationen zu Immobilien gibt, lässt den Blick von Branchenfachleuten und Proptechs zur Sparte Künstliche Intelligenz gleiten. Der Gedanke, dass die Flut an digitalisierten Daten tatsächlich durch künstliche Intelligenz verarbeitet werden kann und eventuell zu neuen Schlussfolgerungen führt, die das menschliche Gehirn möglicherweise in der Form nicht bewältigen kann, ist einfach zu verlockend.

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4. Sensortechnik

Sollten Sie langfristig in ganze Gebäude investieren wollen, achten Sie in jedem Fall auf die Integration modernster Sensortechnik. Das bietet seinen Betreiber:innen und Investoren bzw. Investorinnen die Überwachung des Gebäudezustandes in Echtzeit und ermöglicht nicht nur ein schnelleres Eingreifen in Problemsituation, sondern auch das Treffen besserer, präventiver Maßnahmen. Hierfür geeignete Programme gibt es auch bereits am Markt. ConTech-Software wie PlanRadar haben mit ihrer offenen API-Schnittstelle den Vorteil mit neuen Technologien mitwachsen zu können.

Unabhängig von den Trends auf dem Immobilienmarkt bietet laufende Marktrecherche und diszipliniertes Investieren die Grundlage für erfolgreiches Real Estate Asset Management.

Was ist PlanRadar?

PlanRadar ist ein Unternehmen, das digitale Software-Lösungen für die Bauindustrie anbietet. Dazu gehören unter anderem Tools zur Dokumentation von Baustellen, zur Aufgabenverwaltung und zur Kommunikation zwischen den beteiligten Parteien. Mithilfe von PlanRadar können Sie Ihre Bauprojekte effizienter, schneller und kostengünstiger abwickeln.

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