Im Baugewerbe Papier zu Geld machen

Die moderne Arbeitswelt wäre ohne Papier nicht vorstellbar. Doch der Verbrauch steigt rasant. Lösungen werden gesucht, um den Papierverbrauch im Büro zu reduzieren. Denn der wachsende Bedarf an Papier stellt nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Unternehmen ein Problem dar. Durch die Abhängigkeit von Papier fallen für Firmen im Bau- und Immobiliensektor verschiedenen offensichtliche und versteckte Kosten an. Die Digitalisierung von Prozessen hilft dabei, den Papierverbrauch im Büro und auf der Baustelle zu senken und jedes Jahr tausende von Euros einzusparen.
Berge von Papiermüll in Recycling-Center

Auf Blättern gebaut

In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Papier bei rund 250 Kilo und befindet sich damit im weltweiten Spitzenfeld. Tendenz steigend. Insbesondere im Büro wächst der Bedarf konstant. So verbrauchen der oder die durchschnittliche Angestellte im Jahr mehr als 10.000 Blätter. Laut Studien werden davon rund 60% verschwendet oder nicht optimal genutzt – zum Beispiel durch das Drucken von Dubletten, oder wenn Blätter nur auf einer Seite bedruckt werden. Diese Verschwendung lässt sich mit konkreten Zahlen beziffern: Pro Jahr und Arbeitskraft entstehen dadurch Kosten von rund 50 Euro.

Dass im Büro und am Bau kaum Papier gespart wird, kann man Unternehmen und ihren Belegschaften aber nur bedingt zum Vorwurf machen. Gerade in Bereichen wie der Bau- und Immobilienbranche führen die Entwicklungen der letzten Jahre zwangsläufig zu einem erhöhten Papierbedarf. Denn Bauprojekte werden immer komplexer und setzen die Zusammenarbeit von einer wachsenden Anzahl an Beteiligten voraus. Das bedeutet, dass die Koordination und Kommunikation zwischen den Projektteilnehmern mit einem steigenden administrativen Aufwand einhergehen. Die Folge: Immer mehr E-Mails, Berichte und Protokolle müssen bearbeitet, organisiert und hinterlegt werden – und das erfolgt auch im Jahr 2019 meist in Papierform. Schlechte Voraussetzungen also, um den Papierverbrauch im Büro zu reduzieren.

Prominente Beispiele sind Architektur- oder Planungsbüros. Da Haftungsansprüche erst nach 30 Jahren verjähren, haben die Verantwortlichen in diesen Unternehmen ein großes Interesse daran, dass alle zu einem Projekt relevanten Informationen ohne Lücken archiviert werden. Doch wenn Pläne, Planänderungen, Korrespondenzen und andere Unterlagen in Papierform vorhanden sein müssen, ist das nicht nur schlecht für die Umwelt. Es kostet auch Zeit und Geld. Mit der Software-Lösung PlanRadar lassen sich die Kommunikation und Dokumentation im Zuge von Bauprojekten digitalisieren und erhebliche Effizienzsteigerungen erzielen.

Holiday Inn auf Speicherinsel Danzig

Dokumentation per Fingertipp

PlanRadar ist auf Android, iOS und Windows für alle mobilen Endgeräte – also vom Smartphone bis zum Tablet erhältlich. Die Applikation wird weltweit von Unternehmen jeder Größe für das Planen, Bauen und Betreiben von Objekten eingesetzt. Die Einsatzgebiete umfassen unter anderem: Baudokumentation, Mängelmanagement, Reporting, Bewertung, Beweissicherung, Aufgabenzuweisung, Abnahmen, Übergaben, Due-Diligence, Bestandsaufnahmen, oder Zertifizierungen.

Informationen und Sachverhalte werden mittels der Applikation in Form sogenannter Tickets auf digitalen Bauplänen dargestellt und in einer Cloud gespeichert. Die Informationen können mit wenigen Klicks oder Fingertipps als Text, Sprachnachricht, Bild oder Plananmerkung hinterlegt werden. Die Applikation teilt die Daten in Echtzeit und unabhängig vom Standort mit allen Projektbeteiligten, die über die entsprechenden Rechte verfügen. Darüber hinaus wird auch der komplette Kommunikationsverlauf zwischen den Teilnehmern sekundengenau dokumentiert. Das Resultat: Wer was wann und wo kommuniziert oder geleistet hat, ist so im Handumdrehen nachvollziehbar – ohne, dass Jahre nach dem Abschluss eines Projekts Akten-Ordner oder E-Mail-Postfächer nach bestimmten Informationen durchforstet werden müssen. Das spart nicht nur Papier, sondern auch Zeit.

Ein Beispiel aus der Praxis: Auf der Speicherinsel Danzig plante die UBM Development AG ein Holiday Inn mit 236 Zimmern. Dabei profitierte das Unternehmen von der Arbeit mit PlanRadar und zog folgendes Resümee: „Über die App können schnell und einfach Daten abgerufen und gesteuert werden. Zudem ist eine schnelle Weitergabe von Informationen durch integrierte Kontakte möglich. Es erfolgt ein effizientes Zeit- und Kostenmanagement.“

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Digitales Planmanagement: Einfach und kostensparend

Ein erhebliches Einsparungspotenzial besteht auch beim Verbrauch von Papier für Baupläne. Der durchschnittliche Bauplan im Schwarz-Weiß-Druck kostet etwa 5,50 Euro. Für ein Bauprojekt muss jeder Plan mehrmals ausgedruckt werden – sei es zur Vorlage bei den zuständigen Behörden, für die verschiedenen Gewerke auf der Baustelle, oder für Begehungen vor Ort. Dadurch kommt eine Menge an Papier zusammen. Mit PlanRadar können Pläne und Objektansichten in wenigen Fingertipps als PDF, JPG oder PNG hochgeladen und mit allen Projektpartnern geteilt werden. Aktuell sind auf der PlanRadar-Cloud 230.000 Baupläne von Kunden hinterlegt. Beim oben angeführten Preis würden sich die Kosten für den einmaligen Ausdruck dieser Pläne auf rund 1.265.000 Euro belaufen.

Darüber hinaus spart das digitale Planmanagement mit PlanRadar auch Zeit. Denn gewünschte Bauänderungen können über die App per Ticket im Bau- oder Architektenplan eingetragen und mit dem verantwortlichen Zeichner in Echtzeit geteilt werden – unhandliche Papierpläne auf der Baustelle adé! Nachdem die Änderungen vorgenommen wurden, lädt der Architekt oder Planer den angepassten Plan wieder hoch, worauf er sofort mit allen Projektbeteiligten geteilt wird. Zuvor erstellte Tickets werden automatisch übernommen und keine Daten gehen verloren.

Sonne scheint am Morgen durch nebligen Wald

Ihre Zeitung war einmal ein brasilianischer Baum

Von einem reduzierten Papierverbrauch im Büro profitieren nicht nur Unternehmen aus dem Bau- und Immobiliengewerbe, sondern auch die Umwelt. Das hat sie auch dringend nötig, denn die Papierindustrie stellt einen der größten Wasserverbraucher dar. Damit noch nicht genug, denn auch der damit verbundene Energieverbrauch hat es in sich: Eine Tonne Papier benötigt zur Herstellung ebenso viel Energie, wie eine Tonne Stahl. Global endet etwa jeder fünfte geschlägerte Baum als Zeitschrift oder Büropapier. Zwar ist Holz als Zelluloselieferant klimaneutral, doch rund 80% der für die Papierherstellung in Deutschland verwendeten Bäume stammen aus dem Ausland – ein Großteil davon hat seinen Ursprung auf der nördlichen Halbkugel. Bedenklich: Schätzungen zufolge soll rund ein Viertel der importierten Bäume aus abgeholzten Urwäldern oder Monokulturen kommen, die anstelle der einstigen Dschungel entstanden. Diese Zellstoff-Farmen bescheren Ländern wie Brasilien oder Indonesien zwar gute Einnahmen, speichern aber weniger CO2, als natürliche Wälder. Darüber hinaus benötigen sie mehr Wasser und gehen zu Lasten der Biodiversität.

Grund zur Hoffnung gibt die mitteleuropäische Neigung zur Abfalltrennung. So nimmt der Anteil von recyceltem Altpapier bei der Papierproduktion in Deutschland seit den 1990er Jahren stetig zu und betrug 2017 rund 75%. Doch da insgesamt immer mehr Papier verbraucht wird, relativiert sich dieser Effekt. Ein weiteres Problem ist, dass die Altpapierquote zum Teil erheblich schwankt. Im Büro fällt das Sparen von Papier noch schwer. So werden in Deutschland nur 13% des am Arbeitsplatz anfallenden Altpapiers recycelt.

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Das Schweigen der Sägen

Enden weniger Wälder als Papier, sagt nicht nur der Baum „Danke!“, sondern auch verschiedene Interessensgruppen und Stakeholder einer Firma. Denn Unternehmen, die durch Digitalisierungsprozesse Ressourcen sparen, handeln ganz im Sinne von Corporate Social Responsibility. Diese nimmt gerade in der Bau- und Immobilienbranche einen immer größeren Stellenwert ein und wirkt sich nachweislich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung von Betrieben aus.

Weltweit bringen bereits über 20.000 Kunden aus 43 Ländern mit PlanRadar die Sägen zum Stillstand. Pro Woche werden über die Applikation mehr als 25.000 Projekte im Zuge von Bauvorhaben und für das Management von Bestandsobjekten abgewickelt.