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Das sind die 8 wichtigsten Immobilien Trends 2022

Die Immobilienbranche sieht sich zahlreichen Veränderungen und Herausforderungen gegenüber. Wir zeigen Ihnen, welche 8 Immobilien Trends 2022 besonders stark prägen werden und mit welchen Entwicklungen wir für die kommenden Jahre rechnen können. Dazu werden wir uns in diesem Beitrag insbesondere auf Wohnimmobilien konzentrieren.


Das sind die 8 wichtigsten Immobilien Trends 2022

Diese Zahlen und Fakten beeinflussen die Immobilien Trends 2022

Die deutsche Immobilienwirtschaft verzeichnet einen jährlichen Umsatz von mehr als 500 Milliarden Euro. Mehr als 7% des Bruttoinlandsproduktes fließen jährlich in den Wohnungsbau, wobei pro Jahr rund 300.000 neue Wohnungen in Deutschland fertiggestellt werden. Die Gesamtzahl der Wohnungen in Deutschland liegt bei knapp 43 Millionen. Die durchschnittliche Wohnfläche liegt bundesweit bei etwa 95 Quadratmetern, wobei der durchschnittliche Bewohner etwa 45 m² Wohnfläche zur Verfügung hat.

Umbruch am Immobilienmarkt?

Es ist kein Geheimnis, dass die Immobilienpreise in den letzten Jahren enorm zugelegt haben. So haben sich die Preise zwischen 2009 und 2019 im Schnitt um rund 55% verteuert. Im Zuge der Pandemie zogen die Preise nochmals kräftig an, wobei insbesondere die Metropolregionen und umliegenden Gebiete die höchsten Preissprünge verzeichneten.

Viele Experten sind sich einig, dass die Bau- und Grundstückskosten weiterhin ansteigen werden. Das macht nicht nur neue Immobilien teurer, sondern zieht auch für bestehende Objekte den Preis weiter nach oben.

Befeuert wird diese Entwicklung von steigenden Energie- und Rohstoffkosten. Manche Experten sehen jedoch eine baldige Trendumkehr, da die hohen Preise zunehmend Kunden aus dem Markt drängen und auch das Bau- und Immobiliengewerbe zunehmend unter Druck setzen.

Lesetipp: Die aktuelle Situation auf den globalen Immobilienmärkten

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Diese 8 Immobilien Trends prägen 2022

Werfen wir im Folgenden einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen im Immobilienwesen und wie sie die kommenden Jahre beeinflussen werden.

1. Das Homeoffice

Nach Ausbruch der Pandemie war das Homeoffice als Zwischenlösung gedacht, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Doch bei den Arbeitsnehmern wurde das Büro in den eigenen vier Wänden zum Hit.

Das hat entsprechende Auswirkungen auf die Immobilienbranche. Viele Unternehmen beschäftigen sich intensiv damit, die eigenen Büroflächen zu reduzieren oder fit für neue Arbeitsmodelle zu machen. Geteilte Arbeitsplätze und hybride Bürokonzepte sind auf dem Vormarsch. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach größeren Wohnflächen, die am besten auch noch flexibel nutzbar sind.

Fazit: Wenig überraschend zählt das Homeoffice zu den wichtigsten Immobilien Trends 2022. Und es ist absehbar, dass das Arbeiten von zuhause auch in Zukunft nicht an Bedeutung einbüßen wird. Diese Entwicklung zu mehr Flexibilität hin macht sich auch sich auch in einem anderen Trend bemerkbar, wie wir im nächsten Punkt zeigen.

2. Flexible Nutzflächen

Die Nachfrage nach flexiblen Nutzflächen, sowohl privat als auch gewerblich, steigt kräftig an. Denn sie stellen sicher, dass man schnell und effizient auf neue Herausforderungen reagieren kann.

Ein paar Beispiele:

  • Ob im privaten Bereich Platz für mehr Nachwuchs, ein neues Büro, oder Raum für ein neues Hobby geschaffen werden muss – immer mehr Menschen legen Wert auf Flexibilität innerhalb der eigenen vier Wänden.
  • Auch Firmen sind an leicht veränderbaren Immobilienflächen interessiert. Dabei handelt es sich nicht allein um eine Reaktion auf den stärkeren Homeoffice Bedarf. Vielmehr erlauben hybride Konzepte, dass Büros & Co. schnell an neue Bedürfnisse angepasst werden – Beispiele sind in der Größe anpassbare Meetingräume. Das bietet größtmögliche Flexibilität ohne, der laufende Betrieb gestört wird.


Fazit: Der Bedarf an flexiblen Wohn- und Arbeitsverhältnissen steigt. Auf Anbieterseite setzt sich dieser Trend aber erst zögerlich durch. Für innovative Bauunternehmen und Immobilienentwickler ist das eine Möglichkeit, sich von anderen Marktteilnehmern abzusetzen.

3. Smart Homes

Smart Homes sind schon seit Jahren immer wieder im Gespräch, doch 2022 scheinen sie endgültig den Durchbruch zu schaffen.

Warum Smart Homes auf dem Vormarsch sind?

Integrierte Computersysteme gestalten das Wohnen angenehmer und zugleich effizienter. Von smarten Kühlschränken, welche selbstständig auf die Ablaufdaten der Lebensmittel achten, über intelligente Heizsysteme, welche wirklich nur dann heizen, wenn jemand zuhause ist, bis hin zu integrierten Sicherheitssystemen. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die verschiedenen Angebote.

Fazit: Idealerweise wird das Smart Home von Anfang an in das Planung einer Immobilie integriert. So lassen sich die verschiedenen Vorteile effizient miteinander kombinieren. Aber natürlich ist auch das Aufrüsten von vorhandenen Immobilien voll im Trend.

Energieeffizienz: Der wohl wichtigste Immobilien Trend 2022

4. Energieeffizienz: Der wohl wichtigste Immobilien Trend 2022

Dank der dramatisch gestiegenen Energiepreise hat sich die Energieeffizienz zu einem der bedeutendsten Immobilien Trends 2022 entwickelt.

Was versteht man unter Energieeffizienz bei Immobilien?

  • Energieeffiziente Immobilien zeichnen sich durch einen drastisch reduzierten den Energieverbrauch aus. Eine Isolierung von Wänden, Dach, Fenstern und Türen nach den neusten Standards sowie die Nutzung erneuerbarer Energien spielen hierbei eine wesentliche Rolle.
  • Insbesondere bei der Beheizung besteht großes Verbesserungspotenzial. Aktuell werden mehr als zwei Drittel aller Wohnungen in Deutschland werden mit den fossilen Energieträgern Öl und Gas beheizt.
  • Doch nicht nur der Einsatz neuer Technologien trägt zu einem verringerten Energieverbrauch bei. Bereits im Planungsprozess müssen Faktoren wie die Gebäudenutzung, Größe, Ausrichtung und mehr berücksichtigt werden, damit das fertige Objekt möglichst wenig Energie benötigt.


Fazit: Die aktuelle Energiekrise spornt den Immobilien Trend zu mehr Effizienz stark an. Sowohl von regulatorischer Seite her als auch bei Bauunternehmen, Immobilienentwicklern und nicht zuletzt den Käufern und Besitzern selbst gibt es große Bestrebungen, den Status Quo zu ändern. Entsprechend große Veränderungen sind in diesem Bereich in den kommenden Jahren zu erwarten.

Lesetipp: Nachhaltiges Bauen- Warum, wie und vor allem womit?

5. Flexibles Self-Storage

Wohnraum wird laufend teurer. Gleichzeitig suchen die Deutschen nach mehr Raum, um sich in den eigenen vier Wänden entfalten zu können. Bislang wuchs die durchschnittliche Wohnfläche stetig an. Doch aufgrund der zum Teil enormen Preissteigerungen im urbanen Raum ist hier eine Trendumkehr ist erkennbar.

Eine Lösung stellen Self-Storage Flächen dar. Mit Mikro-Lagerflächen können Möbeln und persönlichen Gegenständen kurz- oder langfristig eingelagert werden. So lässt sich in der eigenen Wohnung Platz schaffen, ohne dass man deswegen persönliche Dinge wegwerfen müsste.

Fazit: Gerade in den Städten erfreuen sich Self-Storage Anbieter über eine steigende Nachfrage. Langfristig gesehen wird dieser Immobilien Trend 2022 und darüber hinaus noch weiter an Bedeutung gewinnen.

6. Die Digitalisierung der Immobilienbranche

Auch die Immobilienbranche profitiert von der stetigen Digitalisierung. Viele Startups drängen mit neuen Ideen und Konzepten auf den Markt.

Einige Beispiele für die Digitalisierung der Immobilienbranche:

  • Immobilienverwaltungssoftware optimiert die Betriebskosten, reduziert Ausfallszeiten und ermöglicht die Nutzung von Echtzeitdaten.
  • Facility Management Software erlaubt die effiziente Planung und Koordination von Wartungsmaßnahmen und Reparaturen.
  • Darüber hinaus gibt es auch Softwares für zahlreiche weitere Anwendungsfälle in Immobilien, die von einer verbesserte Immobiliensuche und Finanzierungskonzepte für Käufer bis hin zu Marktanalysen reichen.


Fazit: Die Digitalisierung macht Prozesse in der Immobilienbranche von der Planung über die Errichtung bis zum Betrieb effizienter. Immer mehr Anwender erkennen die Vorteile dieser Entwicklung, weshalb dieser Trend die kommenden Jahre entscheidend beeinflussen wird.

Lesetipp: Die Digitalisierung der Immobilienbranche

Virtuelle Hausbesichtigungen als Zukunftstrend im Immobiliensektor

7. Virtuelle Besichtigungen

Ein Immobilienobjekt lässt sich ohne die Möglichkeit einer Besichtigung nur schwer verkaufen oder vermieten. Auch hier hat die Pandemie vielen Menschen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch eine Krise hat immer Potential für kreative Lösungen. In diesem Fall: die virtuelle Besichtigung von Wohn- und Büroflächen.

Neu ist diese Idee nicht. Die zugrunde liegende Technologie ist bereits seit Jahren verfügbar, doch erst in den letzten beiden Jahren hat das Konzept wirklich an Fahrt gewonnen. Die notwendige Hard- und Software, um Immobilien zu scannen und dann virtuell darzustellen, wurden immer leistungsfähiger und zudem günstiger. Die Pandemie sorgte für die notwendige Nachfrage.

Die Möglichkeit zum virtuellen Rundgang hat sowohl für Verkäufer und Vermieter als auch für die interessierte Kundschaft zahlreiche Vorteile. Mit VR Headset auf den Kopf können verschiedene Objekte per Knopfdruck besucht und erkunden werden. Das erspart Anreisezeiten und erleichtert die Terminvereinbarung.

Doch nicht nur die Immobilienbranche hat den Reiz der Virtuellen Realitäten für sich entdeckt. Immer mehr Möbelhäuser bieten ihre Kollektion virtuell an. Mit der geeigneten Software können Kunden eine Wohnung somit nicht nur besichtigen, sondern sogar virtuell einrichten. So kann man noch vor dem Kauf bzw. der Anmietung sicherstellen, dass das Traumsofa auch wirklich in die Nische passt.

Fazit: Virtuelle Besichtigungen von Wohnobjekten machen 2022 insgesamt betrachtet noch immer einen kleinen Teil aus – doch die Technologie ist auf dem Vormarsch und wir erwarten, dass sich der Trend in den kommenden Jahren weiter durchsetzt.

Lesetipp: Traumhaus in 360 Grad: VR & VR bereichern die Immobilienbranche

8. Urban Gardening

Energie- und Ressourcenknappheit machen sich in allen Lebensbereichen bemerkbar. So auch bei der Versorgung mit Lebensmitteln. Ein Immobilien Trend 2022 ist der Versuch, unabhängiger von globalen Lieferketten zu werden.

Immer mehr Menschen versuchen zumindest Teile ihres Lebensmittelbedarfs aus eigenem Anbau zu decken. In Städten setzt das kreative Maßnahmen voraus, da der Raum stark begrenzt ist. Dachgärten und andere Lösungen sollen den die lokale Versorgung stärken und darüber hinaus den CO2-Fußabdruck reduzieren.

Fazit: Urban Gardening leistet vielerorts noch ein Nischendasein. Mit Fortbestehen von Energie- und Rohstoffengpässen und wachsenden Unsicherheiten in Bezug auf globale Lieferketten ist aber absehbar, dass dieser Trend 2022 und darüber hinaus noch viel mehr Anhänger finden wird.

Lesetipp: Alle Fakten zu urbaner Landwirtschaft & Urban Gardening

Immobilien Trends 2022: Nachhaltigkeit und Effizienz im Fokus

Die genannten Punkte verdeutlichen, dass der effiziente Umgang mit Energie und Rohstoffen auch im Immobilienwesen immer mehr an Bedeutung erlangt. Die aktuellen Krisen haben dieses Verständnis auf breiter Front gefördert. Die Lösungen lauten mehr Effizienz – ob durch den Einsatz neuer Technologien, innovativer Raumkonzepte, oder durch die fortschreitende Digitalisierung von Prozessen.

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